Veranstaltung zum Thema: Unabhängigkeitsbewe
gung in Katalonien
Dienstag, 28.11. | 20.15 Uhr | Linkes Zentrum Freiburg, Glümerstraße 2
Am 21.Dezember finden in Katalonien vom spanischen Zentralstaat angesetze Neuwahlen des dortigen Regionalparlaments statt. Hintergrund ist das Anfang Oktober abgehaltene Referendum der Unabhängigkeitsbewegung, bei dem knapp zwei Millionen Menschen für eine Abspaltung von Spanien stimmten. Der spanische Staat reagierte mit der Absetzung der Regierung und der Inhaftierung des Teils der katalanischen Regierung, der sich weder im Exil befindet noch sich öffentlich distanzierte. Bereits die Abstimmung als solche musste von einer breiten, zivilgesellschaftlichen Bewegung durchgesetzt werden. Wie ist der aktuelle Stand des Unabhängigkeitsprozess? Welche Rolle spielen linke Kräfte in der Bewegung? Welche Motive bewegen die Aktivist_innen vor Ort? Wie verhält sich die spanische Linke zu der Unabhängigkeitsbewegung? Darüber wollen wir mit Ralf Streck, Journalist und Übersetzer sprechen. Er lebt im Baskenland und hat in den letzten Wochen regelmäßig Artikel zu Katalonien veröffentlicht: https://www.heise.de/tp/autoren/Ralf-Streck-3458975.html
Eine Veranstaltung der Antifaschistischen Linken Freiburg [IL]


2017 ist das „Lutherjahr“: Weit über Deutschland hinaus werden „500 Jahre Martin Luther“ breit gefeiert. Auch wenn dabei pflichtbewusst kritische Töne zu Luther nicht fehlen – sein Antisemitismus, seine Hetze gegen die aufständischen Bauern – werden andere religionskritisch-reformatorische und früh-demokratisch revolutionäre Kräfte nicht nur nicht gewürdigt, sie finden erst gar keine Erwähnung. Luther, so scheint es, war eine isolierte Ausnahmeerscheinung. Dabei war er nur Teil eines gesellschaftlichen Umbruchs in der Renaissance. Begleitet von wissenschaftlichen Entdeckungen geriet das alte Weltbild ins Wanken. Es gab verschiedene Bewegungen gegen die etablierte christliche Kirche, wie die Täufer und Thomas Müntzer, dem radikalen Gegenspieler von Luther. Getragen wurden die neuen Gedanken von der feudalistisch unterdrückten Bevölkerung. Es kam zu Aufständen, die sich im großen deutschen Bauernkrieg 1523 – 25 zu einer allgemeinen Erhebung steigerten.

Seit ihrer Gründung 2013 hat sich mit der sogenannten Alternative für Deutschland ein rechtes Projekt formiert, das sich zu einem Sammelbecken für nationalistische und völkische Kräfte jenseits der CDU entwickelt hat. Gemeinsam wollen wir mit euch u.a. folgende Fragen diskutieren: Gibt es wirklich einen gesellschaftlichen Rechtsruck oder finden schon lange vorhandene Einstellungen ihren politischen Ausdruck? Was sind die Ziele dieser Partei und welche Ideologien stecken dahinter? Wer sind die zentralen Akteur_innen, wer die Wähler_innen? Und vor allem: was können wir als Antifaschist_innen dem entgegensetzen?

